av Svanhild » 13 juli 2010, 12:34
Zusammenbau
Beim Zusammenbau achten wir darauf, daß die Kammstützen innen sind, und die Zacken an Kett- und Warenbaum nach außen zeigen. Bei der Webbreite von 40, 50 und 60 cm müssen die Zähne der Sperräder zu den Sperrklinken hinzeigen. Alsdann können die Schrauben angebracht weren.
Zurichten der Kette
Bevore wir mit dem Zurichten der Kette beginnen, müssen wir uns darüber klar sein, was wir weben wollen, wir breit und wie lang das Gewebe weden soll, welche Anzahl Kettfäden wir gebrauchen und in welcher Farbe.
Bei Bestimmung der Kettfädenlänge müssen wir beachten, daß beim Anfang und Ende des Gewebes zusammen etwa 30 cm von der Kette nicht bewebt werden können. Außerdem krümmt sich der Kettfaden beim Weben durch das Andrücken des Schußfadens, und auf diese Weise wird das Gewebe nochmals 10% kürzer als die Kette.
Ein Beispiel: Wir wollen einen Schal weben, der 125 cm lang werden soll.
Der Kettfaden muß dann sein 125 cm
+ 10% Längenschwund 13 cm
+ Abfall an Anfang und Ende 30 cm
= 168 cm
Die Kette muß also 168 cm oder noch besser 170 cm lang sein.
Die Spannen und Aufbäumen
Bei Modell Karin gibt es zwei Möglichkeiten, die Kette aufzuspannen und zwar einmal wird die Kette direkt vom Knäuel abgespannt. Man braucht in diesem Falle nicht mit losen Kettfäden zu hantieren, was jedoch bei der zweiten Möglichkeit der Fall ist.
Bild 1 (bild på vävstolen fastsatt på ett bord med några få trådar).
Wir sehen in Skizze 1, daß der Rahmen mit den Kammstützen an der Tischkante festgelegt wird und der Warenbaum aus dem Rahmen herausgenommen und am anderen Tischende, Schrank, Fensterbank oder sonst einem Tisch mit zwei Klemmschrauben befestigt wird, parallel zum Kettbaum (Kettbaum bleibt im Rahmen).
Jetzt kann man mit dem Spannen der Kette beginnen. Wir knoten den Faden an einem Zacken des Kettbaumes an. Hierbei müssen wir darauf achten, daß, wenn nicht die volle Breite des Rahmens, wie z. B. bei einem Schal benötigt wird, man ein paar Zacken vom Rande aus frei läßt, so daß sich nachher das Gewebe in der Mitte des Rahmens befindet. Wenn dagegen die volle Breite des Rahmens erfoderlich ist, beginnen wir im ersten Zacken.
Wir wickeln jetzt den faden vom Knäuel ab, bis zum Warenbaum und gehen in einen Schlitz des Zackens, welcher dem gleichen Abstand entspricht, wie beim Kettbaum und Führen ihn durch den nächsten Schlitz wieder zurück bis zum Kettbaum. Wir müssen jetzt darauf achten, daß wir bei einer Eint. 40/10 in jedem Schlitz der Zacken zwei Kettfäden haben, bei einer Eint. 20/10 dagegen nur einen Faden. Diese wiederholen wir jetzt so oft, bis wir die gewünschte Webbreite erreicht haben.
Falls man ein Muster, z. B. ein Karo mit 10 Fäden rot und 10 Fäden weiß spannen will, so spannt man zuerst die roten Fäden und überschlägt dann jeweils immer fünf Zacken (10 Kettfäden) usw. Anschließend werden dann die weißen Fäden genauso wie die roten nachgespannt.
Bild 2 (som bild ett men lite fler trådar)
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Jetzt kommt der Moment, wo wir eine Hilfsperson benötigen. Diese nimmt den Warenbaum aus sainer Befestigung. Die Weberin dreht jetztden Kattbaum wie in Skizze 2 zu sehen, so daß sich die Kette aufspult. Bei dem Aufbäumen ist zu beachten, daß nach der ersten Umdrehung eine kleine Leiste von ca. 10-15 mm Breite vor doe Zacken gelget wird, damitnicht ein Teil der Kettfäden auf und ein anderer Teil zwischen die Zacken zu liegen kommt. Beim Aufbäumen müssen wir ganz besonders darauf achten, daß die Kettfäden mit gleichmäßiger Spannung auflaufen. Jede diesbezügliche Unachtsamkeit wird sich beim späteren Abweben der Kette bemerkbar machen.
Bild 3 (nu är trådarna avklippta(?) vid ena kortändan)
Die Weberin dreht jetzt den Kettbaum so lange,, bis der warenbaum wieder in die im Rahmengestell befindlichen Löcher paßt: Dann wird der Warenbaum wieder in den Rahmen eingefügt und festgeschraubt. Jetzt schneiden wir mit einer Schere die Kettfäden am Warenbaum dicht vot den Zacken ab und setzen den Webkamm auf die Kammstützen. Nun ziehen wir mit Hilfe des beigefügten Einziehhäkchens einen Faden durch das Loch, den nächsten durch den Schlitz und immer so weiter, bis alle Fäden durch den Kamm gezogen sund. (diehe Skizze 3)
Bild 4 (visar händer som knyter en av varptrådarna)
Nach dem Durchholen der Kettfärden durch den Webkamm müssen wir jetzt die Fäden wieder am Warenbaum befestigen. Dazu müssen wir den Kettbaum lösen und um ein bis zwei Umdrehungen zurückdrehen, so daß die Kettfäden ungefähr 5 cm über den Warenbaum hinausgehen. Wir nehmen jetztimmer zwei Fäden zusammen und befestigen diese so wie in Skizze 4 zu sehen ist. Wir ziehen dort die Fäden durch einen Schlitz des Zackens und gehen durch und zurück in den ersten Schlitz. Dann ziehen wir die beiden Enden stramm. Hierbei ist auch wieder mehr auf Gleichmäßigkleit als woe auf stramme Spannung der Kettfäden zu achten.
Bei der zweiten Möglichkait der Ketteaufbringung arbeiten wir mit losen Kettfäden, die doppelt so lanf sind, wie die vorher berechnete Kettlänge.
Bild 5 (visar en hand som trär igenom varptråd genom grinden (tror jag det kallas)).
Wir schrauben jetzt den Kamm wie in Skizze 5 zu sehen ist, auf dem Rahmengestell fest und ziehen jeweil die Mitte des abgelängten Kettfadens durch einen der Schlitze und hängen die sich bildende Schlaufe em Kettbaum eun. Wenn alle Fäden eingezogen sind, wir die Kette aufgebaumt (aufgerollt). Dazu benötigen wir wieder eine Hilfsperson, die die Enden der Kette zusammenhält, so daß eine Spannung entsteht.
Wir schrauben dazu den Webkamm wieder los und setzen ihn so dichr wie eben möglich vor den Kettbaum, damit ein gleichmäßiges Aufrollen gewährleistet ist. Die Hilfsperson hält jetzt die Kettfäden stramm, während die Weberin die Kette aufrollt und zwar wind die Kette so weit aufgerollt, daß sich noch 5 cm über den Warenbaum hinausreicht. Diese 5 cm brauchen wir später für das Anknüpfen.
15 st bilder på olika ”tyger” som vävts med olika mönster.
Jetzt setzen wir den Webkamm auf die Kammstützen und ziehen mit Hilfe des Einziehhächens immer einen der beiden Fäden durch das Loch des Kammes. Mit dem Anknüpfen verfahren wir so wie vorher beschrieben und aus Skizze 4 zu ersehen ist.
Das Weben ist nun nich mehr schwer. Der Webkamm kommt auf die Kammstützen. Dadurch bildet sich das Webfach. Nun wird mit Hilfe des Schiffchens der Schußfaden eingelegt. Jetzt wird der Webkamm heruntergenommen und der Schußfaden damit angedrückt. Dann schalten wir, indem wir den Kamm nach unten drücke, so daß derselbe innerhalb des Kammstütze zum Halten kommt, legen den Faden wieder ein, drücken an und setzen den Webkamm wieder auf die Kammstützen usw. So entsteht das Gewebe.
Rips- und Leinenbindung
Behmen wir den webkamm mit der groben Einteilung, also 20 Kettfäden auf 10 cm, so weden wor beim Einlegen des Schußfadens feststellen, daß die Kettfäden von den Schußäden vollständig verdeckt weden. (Abb. 1) Wollen wir in ein solches Gewebe irgendwelche Muster einweben, so ist dies nut mit dem Schußfaden möglich. (Siehe Tafel I, Muster 1-9)
Nehmen wir aber den Webkamm mit der feinen Einteilung, 40 Kettfäden auf 10 cm, so bleiben auch die Kettfäden sichtbar. (Abb 2) Ein solches Gewebe nennen wir Leinenbindung. Wir haben Gelegenheit, sowohl bei der Kette als auch beim Schuß bunte Fäden einzulegen unf dadurch besonders schöne Muster zu weben. Einige Muster zeigen wir auf Tafel II, Muster 10-15.
Damit auch die Anfängerin die abgebildeten Muster nachweben kann, geben wir nachfolgend die Fadebfolge für die einzelnen Muster bekannt und zwar mit den Farben rot und weiß. Muster kännen aber auch in jeder anderen Farbe gewebt weden.
Tafel I Ripsbindung (Kette hartgedrehtes Baumwollgarn)
Nr 1. Einfarbiges Gewebe mit roter Sportwolle.
Nr 2. Abwechselnd 2 Schuß rot und 2 Schuß weiß.
Nr 3. In die Grundfarbe rot sind schmale und breite weiße Streifen eingewebt, die schmalen Streifen 4, und die breiten Streifen 12 Schußfäden.
Nr 4. Abwechselnd je 1 Schuß rot und weiß. Es entstehen auf diese Weise Längsstreifen in Kettrichtung.
Nr 5. Eine Zierborte, Grundfarbe rot, dann 4 weiß, 4 rot, 2 rot, 1 rot, 3 mal avwechselnd 1 weiß, 1 rot, 1 rot und wieder 3 mal avwechselnd 1 weiß und 1 rot, 1 rot und das Ganze nochmals wiederholen, auch die Streifen wie am Anfang, allerdings in umgekehrter Reihenfolge.
Nr 6. Zackenmuster. In die rote Grundfarbe 3 mal abwechselnd je 1 Schuß weiß und rot, 16 Schuß weiß, wieder 3 mal abwechselnd je 1 Schuß wirß und rot.
Nr 7. Das Weben mit 2 Farben in einer Schußbahn, geradlinig abhesetzt. Einschießen von beiden Seiten bis zur Kreuzungsstelle, beide Schiffchen nach oben durchholen. Anschlagen, Fachwechsel und wieder nach beiden Seiten zurückschießen. Hierbei beachten, daß man den Kettfaden, an dem der Wechsel stattfindet, beim Rückschuß mit beiden Fäden umschlingt. Man kann auch nach dem Durchholen der Schiffchen nachj oben die beiden Schßfäden miteinander verschligen, dadurch entsteht aber zu leicht eine Wulst im Gewebe.
Nr 8. Wie Muster 7 jedoch schräg abgesetzt. Arbeitstechnik ebenfalls wie vor, allerdings muß man, um die Schrägung zu erreichen, bei jedem Schußpaar um einen Kettfaden weitergehen. Soll die Schrägung flacher ausfallen, kann man auch um 2 Kettfäden weitergehen.
Nr 9. Ein Muster aus der Schwedentechnik. – Aus dem einfarbigen Grundmuster gehen wir zum Schwedenstreifen über, indem wir mit einer anderen Farbe, in diesem Falle weiß, jeweils unter einem Kettfaden durchgehen und dann 3 Kettfäden überspringer, sp wechselnd durch die ganze Schußbahn, dann wieder 2 Schußfäden mit der Grundfarbe weben und wieder einen weißen genau wie vor. Dies wird dreimal wiederholt. Beim vierten weißen Faden den Kettfaden, unter dem wir hindurchgehen, um einen Faden weiter rechts, ebenso beim fünften, sechsten und siebten weißeb Scgußfaden immer um einen Kettfaden nach rechts weißen Schußfaden zwei Fäden der Grundfarbe mit voller Fachbiidung eingewebt weden müssen. Der Anschlag muß bei Schwedentechnik ziemlich fest sein, und der Effektfaden ziemlich stark, möglichst aine schlag muß bei Schwedentechnik ziemlich fest sein, und der Effektfaden ziemlich stark, möglichst eine Achtdrahtwolle. Die Wirkund im fertigen Gewebe muß so sein, als ob das Muster aufgekegt sei.